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Heimatmuseum der Deutschen aus Bessarabien

Kurze geschichtliche Darstellung

Die bessarabiendeutsche Volksgruppe hat ihre eigenständige Geschichte. Sie beginnt mit der Auswanderung unserer Vorfahren aus Deutschland.

Die Auswanderung erfolgte zu einer Zeit, in der die damaligen großen Monarchen Europas klar erkannt hatten, daß große brachliegende Ländereien keinen Gewinn bedeuten; es sei denn, sie werden erschlossen und urbar gemacht.

Von Zar Alexander I ins Land gerufen, betraten im Jahr 1814 die ersten deutschen Siedler - Kolonisten genannt - Bessarabien, das Land zwischen Dnjestr und Pruth, der unteren Donau und dem Schwarzen Meer.

In den Jahren von 1814 bis 1842 wanderten rd. 9,000 Seelen nach Bessarabien ein und gründeten auf einem geschlossenen Landstück von rd. 150,000 ha 25 Mutterkolonien. Daraus entstanden durch Binnenwanderung 150 deutsche Gemeinden mit einem Landbesitz von über 300,000 ha fruchtbaren Bodens.

Einhundertfünfundzwanzig Jahre friedlichen Schaffens waren den Deutschen in Bessarabien vergönnt. Die Steppe war zum fruchtbaren Land, zur Kornkammer Rußlands, ja Europas durch den Fleiß deutscher Siedler geworden.

Dann kam die Wende! Im Juni 1940 wurde Bessarabien, das im Jahr 1918 zu Rumänien gekommen war, von den Sowjetrussen besetzt. Die Umsiedlung wurde eingeleitet. Dieser folgte Lagerleben, dann die Ansiedlung in den Ostgebieten Wartheland und Danzig-Westpreußen und im Jahr 1945 die Flucht. Darauf folgte ein Neubeginn, für viele Bessarabiendeutsche in ihrer Väter Heimat, ihrer Urheimat Württemberg.

Die ungebrochene Kolonistenkraft der Bessarabiendeutschen hat mit beharrlicher Ausdauer den Neuanfang mutig gewagt, eine neue Lebensexistenz aufgebaut, sich beim Aufbau unseres Vaterlands nach besten Kräften eingesetzt und so hier wieder eine neue Heimat geschaffen.

Jedoch haben wir Bessarabiendeutschen darüber unsere alte Heimat am Schwarzmeerstrand nicht vergessen. Um die Erinnerung daran wach zu halten, wurde am 25. Mai 1952 das

Heimatmuseum der Deutschen aus Bessarabien e.V.

gegründet. Dessen Aufgabe ist die Sammlung, Aufbewahrung und Ausstellung alles dessen, was das Leben der Deutschen aus Bessarabien und ihre ehemalige Heimat charakteristisch darstellt. Das Heimatmuseum ist die Stätte, die unseren Kindern und späteren Nachfahren Aufschluß geben kann über das Leben ihrer Vorfahren in Bessarabien und darüber hinaus ein Stück im Ausland gelebte deutsche Geschichte festhält.

Ingo Rüdiger Isert, Vorsitzender des Heimatmuseums

Leipzig, Bessarabia
Heimatmuseum der Deutschen aus Bessarabien e.V.
Florianstraße 17, 70188 Stuttgart, Deutschland

Konten des Heimatmuseums:
Kreissparkasse Pforzheim Kto.-Nr. 979112
(BLZ 666 500 85)
Postscheckamt Stuttgart Kto.-Nr. 9685-702
(BLZ 600 100 70)

Die Sammmlungen von
Original-Sachgegenständen
Bildmaterial aus allen Lebensbereichen
Dokumenten
Urkunden
Heimatschriften
vielen Modellen von Kirchen, Bauerngehöften, landwirtschaftlichen
Geräten
sowie
die reichhaltige Archivs- und Leihbibliothek
das Volkslied- und Musikarchiv
die Unterlagen für Mundartforschung
die Heimatortsarchive
die Dorf- und Gemarkungspläne, Karten und Skizzen
das genealogische Archiv
das Familienbuchregister der Deutschen aus Bessarabien
geben ein sehr anschauliches, eindrucksvolles Bild von der alten Heimat Bessarabien.
Das Heimatmuseum der Deutschen aus Bessarabien befindet sich im Haus der Bessarabiendeutschen in Florianstraße 17, 70188 Stuttgart, Deutschland
(Vom Hauptbahnhof mit Buslinie 42 bis Ostendplatz.)

Die Öffnungszeiten sind jeweils von Montag bis Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr.

An Samstagen und Sonntagen ist der Besuch des Museums für Besuchergruppen nach vorheriger Terminabsprache möglich.

Wedding in Sarata, Bessarabia, 1912 Piles of "Brennmists" which were burned for heat in the Bessarabian villages

Photographs taken from the achives of the Heimatmuseum der Deutschen aus Bessarabien, Florianstrasse 17, 70188, Stuttgart, Germany.

Permission to use any images from the GRHC website may be requested by contacting Michael M. Miller
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Director: Michael M. Miller
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