Home History Culture

Bienemann Family Photographs

Photographs courtesy of Detlev Bienenstamm, Germany


The wife of Herbord Julius Bienemann: Leontine Bienemann born as Görtz from Dorpat in Estonia, photo from Odessa with her grandchilds Herbord, Else and Paul from the daughter Anna, she married Christian von Schwanebach. He was the director of the "Realschule" beside the church in Odessa.
Probst Herbord Julius Bienemann from Odessa (all the dates you have under St.Paul-Church of Odessa).
His son Friedrich Bienemann, Historiker Dr. know under the name incl. "junior" he wrote many books which you perhaps have, with his wife Julie von Sievers from Riga.
Martha, the daughter of Herbord Bienemann, with the first sun Herbord Beutelsbacher in Odessa.

Christian Beutelsbacher, Architect, born in Neuburg/Odessa 13.11.1864. He past away in Hermannstadt/Rumänien 29.11.1929 and his wife Martha born as Bienemann, (daughter of Probst Herbord Bienemann), born in Odessa 14.02.1871. She past away in Sarata/Bessarabien 18.06.1930. The photograph was made when they married in Odessa 15.04.1900. Christian Beutelsbacher was a well known Architect in Odessa, Bessarabien and later on in Rumänien, where he died. He build the Boyschool „Knabengymnasium“ at Tarutino, he take part in building the great Postoffice in Odessa, build churches and many other buildings around the area.

The obituary in the Newspaper of Bessarabian in Rumänien 1929 for Christian Beutelsbacher with his piture.

Photo with the four children of Christian and Martha Beutelsbacher in Odessa, from left to right: Gertrud Beutelsbacher, born in Odessa 10.04.1908, died in Mössingen/Württemberg – Germany 29.04.2010 more than 100 years old! She was married with Ottomar Emil Kratsch, born in Tarutino 23.12.1932, died in Tarragona/Spain 29.05.1960 and Woldemar, Edith, Herbord.

 

Aus der Deutschen Zeitung Bessarabiens Nr. 76 Seite 2 im Dezember

Aus den Gemeinden Nachruf für den Ingenieur-Architekten Christian Beutelsbacher


Am 29. November d. J. ist in Hermanstadt an den Folgen einer schweren Krankheit der Ingenieur-Architekt Christian Beutelsbacher gestorben und am Sonntag den 1. Dezember auf dem evangelischen Friedhof dortselbst in aller Stille zur letzten Ruhe gebracht worden.

Der Verstorbene war dadurch, dass er in den Jahren 1921 bis 1928 seine berufliche Tätigkeit in unseren Gemeinden ausgeübt hat, weit und breit bekannt geworden, hat allseitiges Ansehen genossen und verdient daher, dass seiner auch an dieser Stelle gedacht werde.

Ingenieur-Architekt Christian Beutelsbacher, geboren am 15. November 1864 in der Kolonie Neuburg, Gouvernement Cherson, besuchte zuerst die Zentralschule in Großliebental, absolvierte sodann die St. Pauli-Realschule in Odessa und bezog hierauf die Technische Hochschule in Dresden, auf der er seine akademische Ausbildung als Architekt erhalten hat. Nach beendigtem Hochschulstudium war er zunächst ein Jahr als Architekt beim Magistrat der Stadt Magdeburg und dann vier Jahre beim Technischen Hauptbüro des neuen Zentralbahnhofes in Dresden angestellt. Wenngleich er die besten Aussichten auf ein erfolgreiches Fortkommen in Deutschland hatte, zog es ihn doch in seine südrussische Heimat zurück. Er bestand in St. Petersburg die russische Staatsprüfung und fand hierauf vorerst auf fünf Jahre eine Anstellung als Ingenieur in der Odessaer Kreislandschaft, um sodann durch 25 Jahre ununterbrochen als Architekt in russischen Staatsdiensten zu verbleiben. In derselben Zeit betätigte er sich auch als Privatarchitekt in weit ausgedehntem Maße. Neben zahlreichen Kirchen, Schulen, Krankenhäusern, städtischen Wohnhäusern, Villen und verschiedenen Fabrikanlagen, deren Bau unter seiner bewährten Leitung ausgeführt wurde, verdienen besondere Erwähnung: der große Zentralpost-Neubau in Odessa, die Werkanlagen der weltbekannten Unternehmungen „Skorochod“ und „Treugolnik“, Vikander und Larsen, Linoleumfabrik, und einige andere große Bauanlagen bedeutender Aktiengesellschaften.

Durch seinen eisernen Fleiß, seine außerordentliche Energie und peinliche Gewissenhaftigkeit hatte der Verstorbene sich zu einer sehr angesehenen Stellung emporgearbeitet und sich einen Ruf erworben, der weit über die Grenzen seines eigentlichen Berufsfeldes hinausreichte, war er doch damals schon beim Bau des Wolostgebäudes in Arziz und des Knabengymnasiums in Tarutino zu Rate gezogen worden. Durch seine große Sparsamkeit hatte er sich ein beträchtliches Vermögen erarbeitet, das in drei eigenen Häusern in Odessa bestand. Die furchtbare russische Revolution und die grässliche Bolschewikenherrschaft haben ihn nicht nur seines ganzen Vermögens beraubt, sondern ihn samt Weib und Kindern heimatlos gemacht und in die Fremde vertrieben. So kam er im Jahre 1921 in Bessarabien an. Trotz der schweren Schicksalsschläge waren sein Mut und sein zäher Arbeitswille nicht gebrochen. Dabei war er damals schon 57 Jahre alt und körperlich nicht mehr so ganz auf der Höhe, wenngleich er sonst äußerlich noch gesund und rüstig aussah. Er fand berufliche Betätigung in unseren Bessarabischen Gemeinden und hat auch hier so manches Zeugnis seines Könnens hinterlassen. Es seien genannt: das Mühlenwerk „Progreß“ in Beresina, das Haus des Herrn Fabrikanten Bannasch in Tarutino, Bad Burnes, verschiedene Bauten in den Gemeinden und Kriegerdenkmäler. Seit dem Herbst vorigen Jahres leitete er verschiedene Bauunternehmungen im Altreich.

Schon längere Zeit quälte ihn ein inneres Leiden, das ihm die Ausübung seines Berufes sehr erschwerte. Er entschloss sich daher zu einer Operation und begab sich zu diesem Zweck nach Hermanstadt, um sich die Behandlung durch erfahrene und gewissenhafte Arzte zu sichern. Die Operation war glücklich verlaufen und er befand sich schon auf dem Wege der Genesung, als sich plötzlich eine große Herzschwäche einstellte und dadurch hervorgerufener Herzschlag seinem Leben ein unerwartetes Ende bereitete. Er verschied im Alter von 65 Jahren und hinterließ eine Witwe und vier Kinder, die in ihrem dahingegangenen Gatten und Vater unendlich viel verloren haben und denen sich darum allgemeine und aufrichtige Teilnahme zugewendet hat.

Der Verstorbene ist sein ganzes Leben lang ein kerndeutscher Mann und ein guter Christ gewesen. Im Glauben an den Heiland soll er auch heimgegangen sein. Der Herr schenke ihm den ewigen Frieden!
Wir aber, als Freunde und Bekannte des Verewigten, wollen ihm ein treues Andenken bewahren.
A. Pippus

(aus einem Zeitungsartikel der „Deutschen Zeitung Bessarabiens“ in Rumänien, archiviert bei Frau Plocher und Detlev v. Bienenstamm)

 

Permission to use any images from the GRHC website may be requested by contacting Michael M. Miller
North Dakota State University Libraries
Germans from Russia Heritage Collection
Libraries
NDSU Dept #2080
PO Box 6050
Fargo, ND 58108-6050
Tel: 701-231-8416
Fax: 701-231-6128
Last Updated:
Director: Michael M. Miller
North Dakota State University Library North Dakota State University North Dakota State University GRHC Home