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In Touch with Prairie Living  

In Kontakt mit dem Prärieleben, Juni, 1999

von Michael M. Miller

English

Übersetzung: Alice Morgenstern, Munich, Germany

Die Sammlung des Erbes der Rußlanddeutschen an den Bibliotheken der NDSU stellt Kontakte zu Präriefamilien und ehemaligen Dakotanern her. Auf unterschiedliche Weise wird bestätigt, dass das kulturelle Erbe der Rußlanddeutschen einen bedeutenden Teil der Kultur der nördlichen Ebenen ausmacht. Ich möchte Ihnen Reaktionen auf den Video-Dokumentarfilm: "The Germans from Russia: Children of the Steppe, Children of the Prairie" ("Die Rußlanddeutschen: Kinder der Steppe, Kinder der Prärie") mitteilen.

Schwester Mary Louise Jundt, St. Francis Convent (Kloster S. Franziskus), Hankinson, North Dakota geboren in Pierce County, North Dakota schreibt: "Der Film ist ein schönes Zeugnis für den Glauben, den Geist und die Zielstrebigkeit meines Volkes. Persönlich konnte ich so viele dieser Bilder und den Begleittext mit meiner Kindheit in einer rußlanddeutschen Gemeinde bei Rugby, North Dakota in Beziehung bringen. Ich glaube, dass dieses Programm zu eier neuen Welle an Interesse und Anerkennung für unser rußlanddeutsches kulturelles Erbe bei den vielen führt, die gleicher Herkunft sind, und dass sich daraus neue und dauerhafte Freundschaften ergeben."

Dr. Robert Kraft, Eastern Michigan University, Ypsilanti, Michigan geboren in Strasburg, North Dakota schreibt: "Es gibt keine andere Möglichkeit, eine Gruppe von Leuten, die eine gemeinsame Geschichte und Kultur haben, eng miteinenader zu verbinden, als das Andenken an ihre Vergangenheit und ihre Vorfahren zu ehren. Wir leben nun als zweite und dritte Generation nach jenen ersten Deutschen aus Rußland, die an diesen Küsten landeten. Wir - diese letzten zwei Generationen - sind die unmittelbaren Nutznießer der Ausdauer und des ungebrochenen Mutes unserer deutschen Ahnen aus Rußland. Wir haben ihre Träume wahr gemacht. Dieser Dokumentarfilm, das Kunstwerk, ist die Ehrenschuld, die wir zahlen können. Ihr Leben und ihre Tapferkeit prägen wir dem Erinnerungsvermögen von Tausenden ein, die nach uns kommen. Nun, da wir wissen, wer wir sind und woher wir stammen, können wir besser verstehen, was aus uns werden kann und wohin unser Weg führt. Haben Sie Dank dafür, dass Sie dieses Erbe sichtbar gemacht und zu einem lebendigen Teil unseres nationalen Erbes gemacht haben."

Schwester Denise Ressler, aus dem Annunciation Monastery (dem Verkündigungskloster) Bismarck, schreibt dazu: "Ich habe mit Anteilnahme den historischen Weg dieser Leute verfolgt, wie sie von Deutschland nach Rußland und schließlich nach Amerika kamen, ihre persönlichen Erzählungen, und die Bedeutung, die der Glaube und die traditionelle Kultur in ihrem Leben spielten. Ich fand, dass sich bei dieser Geschichte eine Verbindung zu mir ergab und zwar wegen der Geschichten, die ich von meinen Eltern erfuhr und an die ich mich erinnere. Mein Vater war sieben Jahre alt, als seine Eltern 1892 nach Amerika kamen, und wir lebten daheim mit den deutschen Sitten und Bräuchen. Da ich das jüngste von vierzehn Geschwistern war, und infolgedessen eine Menge von Verwandten hatte, hörte ich immer eifrig zu, wenn vertraute Namen und Orte genannt wurden. Ich war stolz darauf, dass ich wußte, dass dies meine Murzeln sind. Ich glaube, dass dieser Dokumentarfilm für immer einen Platz in der Geschichte haben wird, da künftige Nachfahren wissen wollen, "wer wir sind" und "woher wir stammen."

Diese "Sammler-ausgabe" des Videobands enthält zusätzlich eine Video-dokumentation von 20 Minuten Länge: "Ukraine Places and Faces" "Ukraine: Land und Leute", einen wunderbaren Film von den ehemaligen deutschen Dörfern der Regionen von Bessarabien, Beresan, der Krim, Glückstal, Kutschurgan und Liebental in der südlichen Ukraine ud in Moldawien, die im einstündigen Dokumenterfilm nicht zu sehen sind.

Im Mai begleitete ich die Reisegruppe: Journey to the Homeland nach Odessa, Ukraine; Stuttgart, Deutschland und das Elsaß in Frankreich. In der Folge werde ich Erinnerugen von Reiseteilnehmern veröffentlichen.

Das National Buffalo Museum in Jamestown, North Dakota zeigt die Wanderausstellung der GRHC: "Die Famile Kempf, rußlanddeutsche Weber in den Prärien von Dakota" bis zum 15. Oktober. Gottliebina Stolz entwarf und webte 1883 glänzende "Kanapees" (Paradiesdecken) für ihre Hochzeit in ihrem Heimatdorf Alt-Elft in Bessarabien. Gottliebina wanderte 1901 mit ihrem Ehemann Johannes-Georg Kempf aus Beresina, Bessarabien, in Nord Dakota ein. Gottliebina bewahrte ihre textilen Schätze über vier Generationen weiblicher Nachkommen in den Heimstätten, dem erworbenen Farmland, in der Nähe von Ashley und Forbes, North Dakota. Die GRHC Website unter "Outreach Programs" zeigt Kleidung und Textil-Fotografien der Famile Kempf und andere rußlanddeutsche Exponate unter: http://library.ndsu.edu/grhc/outreach/index.html.

Unser Outreach-Verzeichnis im Juli bringt Bilder und Informations material zu zwei Jahrhundertfeiern in Nord Dakota an Orten, die ein historisches deutsches Erbe haben: Linton von 2.-4. Juli, Public Library; Medina: vom 2.-3. Juli: American Legion Hall. Nehmen Sie teil an der GRHC Tagung in der Rakota Inn, Aberdeen, South Dakota vom 8.-11. Juli 1999. Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle in der GRHS in Bismarck unter 701-223-6167 oder http://www.grhs.org. Bei diesen Veranstaltungen ist auch das Videoband erhältlich.

Weitere Informationen zu den angegebenen Ereignissen, Dem Dokumentarfilm, der Journey to the Homeland Tour nach Odessa und Stuttgart im Juni 2000 (6.-19.) einschließlich des großen Bundestreffens der Rußlanddeutschen, den neuesten Veröffentlichungen der GRHC: "Tender Hands: Ruth's Story of Healing" und das "Homeland Book of the Bessarabian Germans" erhalten Sie durch Michael M.

Michael M. Miller
Germans from Russia Bibliographer
NDSU Libraries, PO Box 5599
Fargo, ND 58105-5599
Tel: 701-231-8416
E-mail: Michael.Miller@ndsu.edu
website: http://library.ndsu.edu/grhc

Permission to use any images from the GRHC website may be requested by contacting Michael M. Miller
North Dakota State University Libraries
Germans from Russia Heritage Collection
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Director: Michael M. Miller
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